Bitte um Sachlichkeit und Anstand
2 KOMMENTARE
27. Januar 2026 – Wir freuen uns über Ihre Kommentare zu unseren Artikeln. Und wir stecken auch harte Kritik an unserer Arbeit ein. Die Grenze ist jedoch erreicht, wenn Verfasser unter falschem Namen Diffamierungen verbreiten wollen, wie es kürzlich wieder einmal der Fall war. (2 Kommentare)
27. Januar 2026 – Wir freuen uns über Ihre Kommentare zu unseren Artikeln. Und wir stecken auch harte Kritik an unserer Arbeit ein. Die Grenze ist jedoch erreicht, wenn Verfasser unter falschem Namen Diffamierungen verbreiten wollen, wie es kürzlich wieder einmal der Fall war.
VON BARBARA LUKESCH UND RENE STAUBLI

Gestern Morgen erreichte uns ein Kommentar von Lukas Guggi aus Zürich. Er äusserte sich kritisch zu unserem Porträt über den Schulpfleger Rui Biagini, der wie sein Behördenkollege David Sarasin Schulpräsident werden möchte. Guggi schrieb, er habe viele Jahre im Schulhaus Rüterwis als Lehrer gearbeitet. Er kannte in seinem Kommentar keine Gnade, weder mit Biagini noch mit uns. Obwohl grenzwertig, veröffentlichten wir den Kommentar – die Meinungsfreiheit gilt uns viel.
Umgehend rief uns Lukas Guggisberg an, ein ehemaliger Lehrer aus Zollikon, der von einem Kollegen auf den Kommentar aufmerksam gemacht worden war. Er lege Wert darauf, nichts mit dem Verfasser zu tun zu haben, sagte Guggisberg. Auch sei ihm eine Lehrperson mit dem Namen Lukas Guggi nicht bekannt.
Weitere Nachforschungen führten zum selben Ergebnis. Der Name erscheint auf keiner Liste der Schule Zollikon. In Telefonverzeichnissen haben wir ihn ebenfalls nicht gefunden. Auf Fragen zu seiner Identität, die wir ihm mailten, reagierte er nicht. Daraufhin nahmen wir den Kommentar vom Netz.
Wir publizieren keine anonymen Kommentare. Wir sind aber auch nicht in der Lage, bei jedem Absender zu überprüfen, ob es sich um ein Pseudonym handelt. Unser Ziel ist es, sachliche Diskussionen zu ermöglichen. Dabei sind wir auf die Ehrlichkeit der Kommentierenden angewiesen.
Weil wir gerade in letzter Zeit etliche Kommentare mit nicht belegten und zum Teil sogar ehrverletzenden Inhalten bekommen, haben wir uns entschieden, eine Netiquette zu formulieren und aufzuschalten. Gerne benützen wir die Gelegenheit, sie hier in Erinnerung zu rufen.
Netiquette
Wir schätzen es, wenn Sie mitdiskutieren, denn Ihre Meinung zählt. Bei den «ZollikerNews» gelten folgende Regeln:
- Wir publizieren keine anonymen Kommentare.
- Sachliche Kritik ist erwünscht.
- Beziehen Sie sich bitte auf das Thema des Artikels.
- Verzichten Sie auf persönliche Angriffe, Verleumdungen und unbelegte Anschuldigungen.
- Sexistische, rassistische, beleidigende oder diskriminierende Kommentare werden nicht publiziert.
- Es gibt kein Recht auf Publikation, die Redaktion entscheidet auf Grund der geltenden Regeln, behält sich Kürzungen vor und führt mit den VerfasserInnen keinen Meinungsaustausch.
Wir verstehen, dass in einem Wahlkampf die Wogen manchmal hoch gehen. So soll es ja auch sein in einer Demokratie. Gewisse Grenzen und ein gewisser Anstand müssen jedoch eingehalten werden.
………………..
Wenn Sie unseren wöchentlichen Gratis-Newsletter erhalten möchten, können Sie sich gerne hier anmelden. Sie können diesen Artikel auch in Ihrem Netzwerk teilen:
2 KOMMENTARE
Liebe Frau Lukesch , lieber Herr Staubli
Ich bin vor kurzem aus Zollikon weggezogen und verfolge daher das Geschehen nur noch aus der Ferne, aber noch mit viel Interesse. Könnte es sein, dass die Art Ihres Journalismus die Lesenden zu offenbar ehrverletzenden Leserbriefen veranlasst? In Ihrer Nettiquette schreiben Sie, dass Leserbriefschreibende auf persönliche Angriffe, Verleumdungen und unbelegte Anschuldigungen verzichten müssen. Hand aufs Herz: bestehen denn all Ihre eigenen Artikel diese Prüfung? Meine Kurzanalyse von Artikeln über Personen der letzten Jahre zeigt mir auf: wohl kaum.
Vielen Dank für diesen Aufruf. Ich wünsche mir, dass der weitere Wahlkampf zivilisiert und sachlich geführt wird.