Störgeräusche im «Vatikan des Freisinns»

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8. Januar 2026 – Dass im Wahlkampf diesmal Spannung aufkommt, hat auch mit der Formkrise der FDP zu tun. Die Performance ihrer Mitglieder in der Schulpflege, der RGPK und teilweise auch im Gemeinderat war mässig. Ob andere Parteien oder unabhängige Kandidaten davon profitieren können, wird sich zeigen. (2 Kommentare)

8. Januar 2026 – Dass im Wahlkampf diesmal Spannung aufkommt, hat auch mit der Formkrise der FDP zu tun. Die Performance ihrer Mitglieder in der Schulpflege, der RGPK und teilweise auch im Gemeinderat war mässig. Ob andere Parteien oder unabhängige Kandidaten davon profitieren können, wird sich zeigen.

Zollikon: schon bald im Wahlkampfmodus (Luftaufnahme: Adrian Michael)
Zollikon: ab sofort im Wahlkampfmodus (Luftaufnahme: Adrian Michael)

VON BARBARA LUKESCH UND RENE STAUBLI

Trotzdem bleibt die FDP im «Vatikan des Freisinns», wie der PR-Berater Klaus Stöhlker das spezielle Zolliker Polit-Biotop einst bezeichnete, übermächtig. Sie stellt 14 der 36 Kandidierenden, die sich um die 29 Behördenämter bemühen. Nach achtjährigem Interregnum wollen die Freisinnigen nun auch wieder das Gemeindepräsidium übernehmen und im Gemeinderat erneut die absolute Mehrheit stellen. Dafür soll der Schulpfleger David Sarasin sorgen, der Schulpräsident und damit siebter Gemeinderat werden will.

Hinter der FDP folgen das Forum 5W mit 9 Kandidierenden, die GLP mit 6 und die SVP mit 5. Zudem steigen zwei parteilose Neulinge in den Wahlkampf: Andi Tschopp für die Schulpflege und Daniel Oettli für die RGPK. Die EVP und die SP haben in ihren Reihen keine KandidatInnen gefunden.

Insgesamt stellen sich nur 7 gegenwärtige AmtsinhaberInnen nicht mehr zur Wahl, aber dadurch entstehen drei wichtige Vakanzen: Gemeindepräsident Sascha Ullmann (GLP), Schulpräsidentin Claudia Irniger (FDP) und RGPK-Präsident Viktor Sauter (FDP) treten ab. Die andern vier sind André Wohlgemuth, Dominik Letsch (beide FDP), Arno Hold (GLP, alle drei RGPK) sowie Virginie Tschannen Trüb (F5W, Schulpflege).

Ambitiöser Zeitplan

Der Zeitplan bis zu den Wahlen ist gedrängt. Die Gemeinde verschickt die Unterlagen für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wahrscheinlich in der ersten Sportferienwoche (9.-13. Februar). Schon zwei Wochen nach den Sportferien finden die Wahlen statt (8. März).

Entsprechend richten wir unsere Wahlkampf-Berichterstattung aus. In den nächsten fünf Wochen können sich sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten mit einer «carte blanche» auf maximal 1200 Zeichen Länge für die Wahl empfehlen. Am Freitag machen wir den Anfang mit den Kandidierenden für die RGPK.

Ausserdem bieten wir in jeder Woche ein politisches Schwerpunktthema an. Zusätzlicher Service: Unter dem Titel «Wahlen 2026 auf einen Klick» finden Sie am Ende eines jeden Beitrags die Links zu den bislang publizierten Wahlartikeln der «ZollikerNews». So können Sie sich jederzeit einen Überblick über die Themen und die Kandidierenden verschaffen.

Zollikons Behörden in der Übersicht

Wie hat sich die Zolliker Politlandschaft über die beiden letzten Legislaturen verändert? Und wohin geht die Reise bei den kommenden Wahlen? Unsere Grafiken zeigen, wie sich die Kräfteverhältnisse zwischen den Parteien entwickelt haben:

Kampfwahl: 7 Kandidierende für 6 Sitze; Kampfwahl ums Schulpräsidium (Grafiken: ZN)
Geminderat: 7 Kandidierende für 6 Sitze; Kampfwahl ums Schulpräsidium (Grafiken: ZN)
Schulpflege: 10 Kandidierende für 7 Sitze
Schulpflege: 10 Kandidierende für 7 Sitze (PL = parteilos)
RGPK: 8 Kandidierende für 7 Sitze
RGPK: 8 Kandidierende für 7 Sitze
Baubehörde: 6 Kandidierende für 5 Sitze
Baubehörde: 6 Kandidierende für 5 Sitze
Sozialbehörde: 5 Kandidierende für 4 Sitze
Sozialbehörde: 5 Kandidierende für 4 Sitze (der Parteilose wechselte 2025 zum F5W)

Wahlen 2026 auf einen Klick

19.11.25: Zollikon steht vor einem heissen Wahlkampf

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Nach 12 Jahren «Durchwursteln» mit dem «Traum-Team» Kull/Bach und 8 Jahren Stillstand mit «Pat und Patachon» Ullmann/Gossweiler braucht Zollikon neue, unverbrauchte Behördenmitglieder, die das 20-jährige Vakuum auflösen. Die FDP, welche im Gemeinderat die Mehrheit der Mitglieder stellte, trägt die Hauptverantwortung für dieses Schlamassel. Dass sie auch noch den Mut aufbringt, einen Kandidaten als Gemeindepräsidenten zu portieren, der als Gemeinderat in den letzten 4 Jahren seine Aufgaben und seine Abteilung nicht im Griff hatte, ist an Ironie kaum zu toppen.
Mehr Mut täte Zollikon gut und aus diesem Grund verdienen alle neu Kandidierenden die Chance, Zollikon mit Schwung und guten Ideen in eine bessere politische Zukunft zu führen. Auf Reaktionen von Mitbürgerinnen und Mitbürger, die diese Ansichten mittragen, freut sich: markus@meienberg.com

Man sollte da auch Gemeinderrat A. Müller miteinbeziehen. Scheint oder ist mit der Sanierung vom Fohrbach gänzlich überfordert. So viele Millionen Mehrkosten und all die Verzögerungen bis heute sind nicht mehr tragbar! Als Verantwortlicher nur schwache Entschuldigungsversuche.
Auch hier sollten Zolliker Stimmbürger bei den Neuwahlen Mut zeigen und neuen KandidatInnen den Vorzug geben.

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