Umbruch oder weiter wie bisher?

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16. Januar 2026 – Gelingt es der FDP und dem Forum 5W, die dominante Stellung mit je 3 Sitzen in der siebenköpfigen Behörde trotz bescheidener Leistung zu verteidigen? Rui Biagini (GLP) und David Sarasin (FDP) streben das Präsidium an. Die Kandidierenden empfehlen sich mit eigenen Worten zur Wahl.

Die Kandidierenden für die Schulpflege (Fotos: zVg)
Die Kandidierenden für die Schulpflege (Fotos: zVg)

In alphabetischer Reihenfolge:

Christian von Ballmoos (FDP, neu)

«Ich bin ein unbeschriebenes Blatt auf der politischen Bühne in Zollikon und kann daher unvoreingenommen mithelfen, die Herausforderungen der Schulpflege anzupacken. Als Unternehmer habe ich den offenen, direkten und respektvollen Umgang mit Menschen gelernt und schätze die Diskussion mit Andersdenkenden. Positives Denken, gesunder Menschenverstand und die Freude an Neuem nehmen mit Sicherheit den grössten Platz in meinem ‹Rucksack› ein. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Demokratie nur mit informierten und gut gebildeten Bürgern funktionieren kann. Gute Ausbildung muss daher zwingend für alle Bürger unabhängig von sozialer Herkunft zugänglich sein. Das öffentliche Bildungssystem ist für mich ein zentraler Erfolgsfaktor für den Wohlstand einer Gesellschaft, und in meiner Idealwelt wollen die besten Lehrkräfte für die öffentliche Schule arbeiten und nicht an Privatschulen. Ich erachte Bildung als eine Kernaufgabe des Staates, auch wenn ich sonst das Prinzip ‹so wenig Staat wie möglich, nur so viel Staat wie nötig› mit Überzeugung unterstütze.»

Rui Biagini (GLP, bisher, auch als Präsident)

«Unsere Kinder sollen mit Freude zur Schule gehen, spüren, dass sie dazugehören und dass ihre Stimme zählt. Dafür braucht es insbesondere ein von verlässlichen Beziehungen getragenes Umfeld. Als Schulpräsident habe ich die Aufgabe, dieses Umfeld zu schaffen.

Ich bringe langjährige Führungserfahrung im NonProfit-Bereich mit, verfüge über eine Schulleitungsausbildung und habe durch mein Engagement in der Politik, im Elternrat und als Juniorenfussballtrainer ein breites Netzwerk.

Ich stehe für eine offene, verlässliche und nachvollziehbare Kommunikation. Entscheidungen sollen erklärt, Rückmeldungen aufgenommen und unterschiedliche Interessen sorgfältig abgewogen werden. Transparenz schafft Vertrauen.

Schule braucht eine Vertrauenskultur, in der Kritik geäussert werden kann und Zusammenarbeit wichtig ist. Gute Führung im Bildungsbereich bedeutet nicht Kontrolle, sondern Glaubwürdigkeit, Empathie und echtes Entgegenkommen.

Ein Anliegen ist mir die Schulraumentwicklung. Dringlich ist die soeben gescheiterte Schulhauserweiterung Buechholz und die Neugestaltung des Areals Rüterwis. Hier braucht es Visionen für ein zeitgemässes, inspirierendes Lernumfeld.

#TeamAufbruch – da liegt mehr drin.»

Brigitte Eigenmann-Gossauer (FDP, bisher)

«Die Schule Zollikon ist mir über viele Jahre hinweg ans Herz gewachsen. Ich kenne sie aus unterschiedlichen Perspektiven: als Schülerin (ich bin hier aufgewachsen), später als Mutter und auch als Lehrerin. Neben meiner mehrjährigen Berufspraxis als Klassenlehrerin habe ich auch jahrelang mit viel Herzblut Kinder mit vermehrtem Förderbedarf – sowohl im Klassenverbund als auch privat – unterrichtet. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig eine Schule ist, die hinschaut, fördert und jedes Kind in seiner Individualität ernst nimmt. Deshalb möchte ich mich als Schulpflegerin weiterhin für eine zukunftsgerichtete, den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht werdende, aber dennoch finanzierbare Schule einsetzen. Neben der Schule engagiere ich mich seit über 25 Jahren im Samariterverein, davon 18 Jahre als Präsidentin, eine Aufgabe, die mir den Wert von Solidarität, Verantwortung und Zusammenhalt besonders nahegebracht hat. Zudem singe ich in meiner Freizeit seit Jahren in verschiedenen Chorprojekten mit. Zollikon ist für mich nicht nur ein Wohnort, sondern ein Stück Heimat, das ich gerne auch in Zukunft aktiv mitgestalten möchte.»

Philippe Klemenz (F5W, neu)

«So schnell habe ich mich selten für etwas entschieden. Als mich eine Freundin letzten Herbst auf den freien Kandidaturplatz für die Schulpflege Zollikon aufmerksam machte, war mein Entscheid rasch gefällt – Kopf, Herz und Bauch waren sich einig. Weil mir die Gemeinde Zollikon, wo ich mich seit über 16 Jahren zuhause fühle, am Herzen liegt. Weil meine beiden Kinder hier glückliche Schuljahre erleben durften. Weil es mir als ehemaligem Pfadfinder stets ein Anliegen war, den Alltag junger Menschen aktiv mitzugestalten. Weil ich als dipl. Kulturingenieur ETH komplexe Zusammenhänge analytisch, sachlich und lösungsorientiert angehe. Weil mir als Raumplaner die Mitgestaltung unserer Lebensräume wichtig ist. Und weil mir als langjährigem Fernsehjournalist beim SRF der Austausch mit Menschen liegt. Aus all diesen Lebensstationen habe ich mir jene Eigenschaften angeeignet, die ich in die Schulpflege einbringen möchte: Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit, Loyalität und Kompromissbereitschaft – Werte, für die auch das Forum 5W steht. Ehrensache, mich gemeinsam für eine konstruktive Schul- und Gemeindepolitik einzusetzen. Logisch also, habe ich mich so schnell für diese Kandidatur entschieden!»

Sabine Knüsli (F5W, bisher)

«Als Schulpflegerin engagiere ich mich ‹mit Herz und Verstand› für mein Amt, denn in der Schule treffen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Das erfordert gegenseitigen Respekt, Kompetenz, Kompromissfähigkeit, strategisches Denken und gesundes Augenmass. Dank meiner beruflichen Erfahrung als juristische Beraterin der öffentlichen Hand kenne ich die Herausforderungen der Schule und die grosse Verantwortung bei der Umsetzung des vielfältigen Bildungsauftrags. Der gesellschaftliche Wandel erfordert zukunftsgerichtete Schulentwicklung, sinnvolle Pädagogik in einer digitalen Welt, verantwortungsvolle Personalpolitik und nachhaltige Ressourcenplanung – stets im Interesse einer positiven Entwicklung der Kinder. Nur wenn wir ihr kritisches Denken, ihre Freude am Lernen aber auch ihre Sozialkompetenz stärken, schaffen wir die Grundlage für eine tragfähige Zukunft. Schule soll die Kinder in ihrer Neugier abholen, Raum für persönliche Entwicklung schenken und vermitteln, dass für gelebte Gemeinschaft Rücksichtnahme entscheidend ist. Der Bildungsauftrag ist anspruchsvolle und wunderbare Aufgabe zugleich. Gerne setze ich mich weiterhin mit Herz, Verstand und Weitsicht für unsere Schule ein.»

Sonja Lier (F5W, bisher)

«Ich lebe seit fast zwanzig Jahren mit meiner Familie in Zollikerberg, meine beiden Kinder sind hier zur Schule gegangen. Als aktives Mitglied im Forum 5W bringe ich neue Impulse ein – insbesondere in der Spielplatzgruppe, wo wir uns für sichere, zeitgemässe und lebendige Begegnungsräume engagieren.

Seit dreieinhalb Jahren bin ich Mitglied der Schulpflege. In dieser Rolle höre ich genau hin, arbeite gerne im Team und setze mich für nachhaltige Lösungen ein. Während meiner ersten Legislatur konnte ich wertvolle Erfahrungen gewinnen, die ich künftig noch gezielter einbringen möchte.

In der Schulpflege habe ich an wichtigen Prozessen mitgewirkt: Strukturen wurden überarbeitet und zentrale Themen in eine zukunftsfähige Planung überführt. Weitere strategische Vorhaben sind angestossen und auf gutem Weg. Es ist mir ein grosses Anliegen, diese Entwicklungen weiterzuführen und Kontinuität zu sichern.

Besonders am Herzen liegt mir eine offene und respektvolle Zusammenarbeit – denn die Schule von morgen soll halten, was wir heute versprechen. Ich kandidiere erneut, weil mir diese Aufgabe Freude bereitet, weil ich gerne Verantwortung übernehme und meine Erfahrung weiterhin für unsere Schule einsetzen möchte.»

Andrea Linter (SVP, neu)

«Als diplomierte Hotelière und Restauratrice bin ich es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und anzupacken. Als CEO-Assistentin in einem weltweit tätigen Chemie- und Industriebetrieb kenne ich den Umgang mit Drucksituationen und Herausforderungen. Diese Erfahrung möchte ich in der Schulpflege einbringen.

Mir lag der Umgang mit Kindern und Jugendlichen immer besonders am Herzen. Als Berufsbildnerin in diversen Lehrberufen (KV und Gastronomie) sowie als ehemalige Leiterin von ‹Jugend+Sport› verstehe ich die Anliegen der Jugend und kann mich in sie hineinversetzen. Auch aus dem Spitzensport (Curling) nehme ich viel mit: Teamgeist, Disziplin und die Bedeutung einer Führung und Ausbildung, die zur nächsten Generation passt. Wir müssen diese wichtigen Werte unseren Jungen weitergeben. Ich weiss, wie wichtig es ist, dass die nächste Generation eine solide Schulbildung erhält, die sie aufs Berufsleben vorbereitet. Im Zentrum steht das Lernen – klar geführt, wertschätzend und zukunftsgerichtet. Dafür will ich mich in der Schulpflege Zollikon einsetzen.»

David Sarasin (FDP, bisher, auch als Präsident)

«Unsere Volksschule muss allen Kindern Chancen eröffnen, Leistung ermöglichen und Orientierung geben. Als Vizepräsident der Schulpflege ist meine Kandidatur ein konsequenter Schritt, um mehr Verantwortung zu übernehmen und unsere Schule strategisch zu führen. Ich stehe für eine Schule, die allen Kindern Lernerfolge ermöglicht. Zollikon braucht flexible und freiwillige Tagesstrukturen. Sie schaffen stabile Lernorte und geben Familien Sicherheit im Alltag. Ebenso wichtig sind gut gestaltete Schulareale. Eine starke Schule lebt von engagierten Menschen, die Wertschätzung, klare Führung und verlässliche Rahmenbedingungen erwarten. Dies fördert auch die Qualität im Unterricht. Mit rund 360 Mitarbeitenden ist die Schule Zollikon eine anspruchsvolle Organisation. Dank langjähriger Führungserfahrung an der Spitze eines KMU kann ich das Präsidium verantwortungsvoll wahrnehmen. Zentral für mich ist zuhören, verbinden und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln. Ich bin 58, verheiratet und lebe seit 25 Jahren in Zollikon. Privat finde ich Ausgleich beim Kochen, Reisen oder in der Natur mit unserem Hund. Mit Überzeugung setze ich mich für eine starke Schule ein, auf die wir alle stolz sein können.»

Andreas Tschopp (parteilos, neu)

«‹Vater. Mit Herzblut dabei. Engagiert. Erfahren. Zielorientiert. Parteilos›: Dieser Leitsatz prägt meine Kandidatur. Als Vater einer Schülerin erlebe ich täglich, wie entscheidend ein wertschätzendes Umfeld für die Entwicklung unserer Kinder ist. Als Vorstandsmitglied im Elternrat Rüterwis (aktuell im Ausstand) kenne ich zudem die strategischen Themen des Schulkontexts aus nächster Nähe.

Ich bringe über 35 Jahre Berufserfahrung in Informatik und Führung ein. Meine Stärken in Organisation und Projektarbeit ergänze ich durch eine Zusatzausbildung im Bereich Liegenschaften. Da die Schule vor wichtigen baulichen Themen steht, kann ich hier meine Fachkompetenz bei Bauprojekten gezielt einbringen. Mein Verantwortungsbewusstsein habe ich bereits als Kommandant von Feuerwehr und Seerettungsdienst sowie als KESB-Beauftragter im Bezirk bewiesen.

Ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderungen der Schule Zollikon gemeinsam und lösungsorientiert meistern. Als Parteiloser bin ich allein der Sache verpflichtet und gehe diese Aufgabe mit hoher Motivation an. Mehr Informationen auf www.schulpflege.com

Nicole Waechter (GLP, neu)

«Gerne möchte ich meine praxisnahe Erfahrung in die Schulpflege einbringen. Als Mutter, Kommunikationsleiterin im Nachhaltigkeitsbereich und ausgebildete Fachfrau Betreuung vereine ich pädagogisches Fachwissen mit Führungserfahrung und strategischer Kommunikationskompetenz.

Kinder können ihr Potenzial nur in einem Umfeld entfalten, das von Achtsamkeit, Wertschätzung und verlässlichen Strukturen geprägt ist. Aus meiner Berufserfahrung weiss ich, wie wichtig ein unterstützendes Arbeitsumfeld für pädagogische Fachpersonen ist, um qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung zu ermöglichen.

Als Mutter eines achtjährigen Sohnes und engagiertes Mitglied des Elternrats setze ich mich für transparente Kommunikation, einen engen Austausch zwischen Elternhaus und Schule sowie für die Wertschätzung des Personals ein. Meine Kompetenzen werden durch Teamleitungsfunktionen und mein früheres Engagement beim Jugendrotkreuz ergänzt.

Ich lege grossen Wert auf respektvolle, empathische und lösungsorientierte Zusammenarbeit und freue mich darauf, gemeinsam im Team tragfähige und praxisnahe Lösungen zu entwickeln.»

Wahlen 2026 auf einen Klick:

19.11.25: Zollikon steht vor einem heissen Wahlkampf
08.01.26: Störgeräusche im «Vatikan des Freisinns»
12.01.26: Marc Raggenbass (Kandidat für die RGPK und deren Präsidium)

Für die RGPK: Iris Heeg, Felix M. Huber, Christopher Linter, Severin Luder, Daniel Oettli, Marc Raggenbass, Sandra Strickler, Thomas Winkler

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