Kein Geld von ZVV und VBZ
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15. Oktober 2026 – Für die vom Gemeinderat und der Bevölkerung gewünschte Verlängerung der Buslinie 910 zum Bahnhof Tiefenbrunnen gibt es kein Geld vom Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) und den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ). Die Gemeinde müsste den Zusatzdienst selber finanzieren.

VON RENE STAUBLI
Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember 2026, übernimmt die Eurobus welti-furrer AG den Betrieb der Zolliker Buslinien. Die charakteristische braune Farbgebung der Fahrzeuge bleibe erhalten «und damit auch ihr starkes regionales Erkennungsmerkmal», heisst es bei den VBZ.
Einzige Änderung: Anstelle des bisherigen AZZK-Logos wird auf den 24 Fahrzeugen das VBZ-Logo in Schwarz angebracht. Man arbeite derzeit am definitiven Design und der Platzierung. Die Umsetzung erfolge nach dem Fahrplanwechsel.
So weit, so gut. Enttäuschend ist hingegen die Nachricht, dass der ZVV die gewünschte Verlängerung der Linie 910 zum Bahnhof Tiefenbrunnen nicht finanzieren wird.
Gemeinderat schwenkt um
Aus der Bevölkerung waren beim Gemeinderat im Rahmen einer Vernehmlassung 670 Unterschriften zum Thema eingegangen. Insbesondere PendlerInnen im Zollikerberg beklagen das Umsteigeprozedere am Dufourplatz und am Bahnhof Zollikon.
Nach anfänglichem Widerstand versprach der Gemeinderat, das Begehren zu unterstützen. Er unterbreitete dem ZVV den Vorschlag, die Buslinie 910 vom Bahnhof Zollikon via Seestrasse zum Bahnhof Tiefenbrunnen zu führen sowie retour auf derselben Strecke.
Für den Fall, dass das Begehren abgelehnt werde und die neue Betreiberin der Zolliker Buslinien die nötige Infrastruktur und Personalressourcen bereitstellen könne, erwäge er die Übernahme der Kosten für ein zusätzlich benötigtes Fahrzeug samt Personal.
Laut dem Gesetz über den öffentlichen Personenverkehr (PVG) sind Gemeinden berechtigt, «über das Verbundangebot hinaus zusätzliche Linien und Linienergänzungen zum Verbundtarif einzuführen». Die Transportunternehmen und Gemeinden müssen die Kosten selber tragen, erhalten aber einen Teil der Einnahmen.
Eurobus wartet ab
Auf Anfrage ist zu erfahren, dass Eurobus die Fahrzeuge sowie das gesamte Personal der H. Baumgartner AG (AZZK) mit Ausnahme von natürlichen Fluktuationen wie Pensionierungen übernommen hat.
Eurobus habe keinen Einfluss auf den Entscheid, ob die Gemeinde Zollikon die Buslinie 910 auf eigene Kosten verlängern werde, sagt Michael Küng, Geschäftsleiter der Eurobus welti-furrer AG in Bassersdorf, wo auch die neue Abteilung «Eurobus Zollikon/Oetwil» angesiedelt ist. Ansprechpartner für die Gemeinde seien die VBZ. Sollte die Verlängerung Tatsache werden, bekäme Eurobus von der marktverantwortlichen VBZ einen entsprechenden Auftrag.
Ob man dann einen neuen Bus anschaffen müsste, oder ob die Kursverlängerung mit dem bestehenden Fahrzeugpool und Personal bewältigt werden könnte, hänge vom Fahrplan ab. Dazu könne man zum heutigen Zeitpunkt noch nichts sagen.
Nun liegt der Ball beim Zolliker Gemeinderat.
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