Lebensqualität nicht nur im eigenen Garten

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8. April 2022 – Das Forum 5W besteht aus einer Gruppe lokal engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich trotz Stadtnähe auch ein lebendiges Dorfleben wünscht und sich dafür einsetzt, dass dazu auch die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. Für die nächste Legislaturperiode haben wir uns Folgendes vorgenommen:

Signet Forum 5W

VON DOMINIQUE BÜHLER

1. Wir möchten, dass unsere Gemeinde Vorbild punkto Nachhaltigkeit und Energiepolitik ist.

2. Wir möchten den öffentlichen Lebensraum in unserer Gemeinde freundlich und qualitativ hochstehend gestalten und pflegen.

3. Wir möchten ein lebendiges Dorfleben, zahlbaren Wohnraum für Jung, Alt und Familien – zahlbaren Raum auch fürs einheimische Gewerbe.

4. Wir möchten, dass die Schubladenprojekte nicht bloss Visionen bleiben, sondern realisiert werden.

5. Wir möchten stolz auf unsere Gemeinde sein.

Konkret für die nächsten vier Jahre heisst dies:

Wir werden als Forum 5W zusammen mit unseren Behördenmitgliedern mit den zuständigen Behörden, insbesondere mit dem neuen Gemeinderat, in folgenden Punkten das Gespräch suchen – oder/und im Falle unterschiedlicher Wahrnehmung auch Initiativen lancieren:

Zur Nachhaltigkeit:

Wir werden uns konkret dafür einsetzen, dass

  • die Öffentlichkeit einen verbindlichen Zeitplan über die geplante Solarnutzung auf den gemeindeeigenen Liegenschaften erhält.
  • die Netzanstalt Zollikon private Investitionen in nachhaltige Energie fördert, in dem sie – unter anderem – der Bevölkerung attraktive Modelle für Eigenverbrauchs-Gemeinschaften und Strom-Rücklieferungen ans Werk anbieten.
  • die Gemeinde sich dafür einsetzt, dass sich auch die Werke am Zürichsee selbst stark für eine nachhaltige Energieförderung engagieren, in dem sie die Bauherren aktiv unterstützen, damit diese möglichst grosse und leistungsfähige Anlagen installieren. Allenfalls überschüssiger Strom soll von den Werken mit zeitgemässen Verfahren gespeichert werden, um dann nachts verfügbar zu sein.
  • mehrere öffentliche Ladestationen für E-Autos geschaffen werden.
  • in jedem Dorf-Teil mindestens fünf Mobility-Parkplätze zur Verfügung gestellt werden.

Zum Lebensraum:

Wir werden uns konkret dafür einsetzen, dass

  • alle Spielplätze überprüft und auf Vordermann gebracht werden (splitterfreie Sitzbänke, gut gepflegte Spielgeräte, regelmässig geleerte Papierkörbe)
  • die Spielplätze als Begegnungsstätte für Familien zusätzlich mit Bänken und Tischen, sowie teilweise auch mit Grillstellen ausgestattet werden. 
  • die Planung einer nachhaltigen Biodiversität und Bekämpfung der Neophyten auf öffentlichem Grund in Zusammenarbeit mit dem Naturnetz Pfannenstil ausgearbeitet und mit einem Zeitplan zur Umsetzung veröffentlicht wird. Und dass dies auch in den privaten Gärten durch die Gemeinde aktiv gefördert wird.
  • die schlafenden Projekte zur grösseren Attraktivität unseres Seeanstosses aus den Schubladen geholt, öffentlich vorgestellt und als Abstimmungsvorlage ausgearbeitet dem Souverän vorgelegt werden.
  • unser «Fohrbach» weiterhin für alle Generationen eine attraktive Sport- und Erholungsanlage mit einem umfassenden Angebot ist. Im Projekt eingeschlossen sollen auch eine möglichst grosse Solaranlage auf den Dächern und eine Bereicherung des kulinarischen Angebots sein.

Zum Dorfleben:

Wir werden uns dafür einsetzen, dass

  • auch im Zentrum des Dorfe Genossenschaftswohnungen gebaut werden dürfen (das Beugi-Projekt soll nicht in der Schublade bleiben).
  • gemeindeeigene Immobilien nicht (mehr) verkauft, sondern sinnvoll saniert werden.
  • die Gemeinde ihren Immobilienbestand nicht mehr vermindert, sondern im Gegenteil, wenn sich die Möglichkeit bietet, diesen eher vergrössert.
  • die nicht mehr benutzten Kindergärten / Pflegeheime und sonstigen Grundstücke nicht über Verkäufe an den Meistbietenden abgegeben, sondern Baugenossenschaften angeboten werden, so dass dort bezahlbarer Wohnraum entstehen kann.  (Neuackerstrasse, Langwatt, Hasenbart, Beugi, Seestrasse, Rütistrasse …)
  • unsere Zentren in Dorf und Berg Begegnungsorte werden.
  • einer aktiven Jugendpolitik der Weg geebnet wird.
  • Vereine bei Bedarf wohlwollend unterstützt werden.

Zur Liegenschaft Sanaspans:

  • In Spezialfall des Ferienhauses in der Lenzerheide, wehren wir uns nicht strikt gegen einen Verkauf. Wir setzen uns aber dafür ein, dass die Liegenschaft im heutigen Sinne weitergeführt wird. Das heisst: Wir wollen, dass an diesem Ort weiterhin ein einfaches Hotel für Familien und junge Leute angeboten wird, welches sich auch Menschen mit tieferen bis mittleren Haushaltsbudgets leisten können.

Zur Kommunikation:

Wir werden uns konkret dafür einsetzen, dass

  • wir besser über die Tätigkeiten/Pläne unsere Gemeinde informiert sind. Als Gemeindeverein werden wir in den nächsten vier Jahren über häufigere öffentliche Anfragen dazu beitragen.

Als Vorortsgemeinde der Stadt, die uns in vielerlei Hinsicht fasziniert und in ihren Bann zieht und von der wir sehr profitieren, möchten wir ein eigenes attraktives Dorfleben und ein Gemeinschaftsgefühl als Zolliker entwickeln.

Wir finden, dass wir unsere privilegierte Lage dazu nutzen sollten, unsere Gemeinde vorbildlich zu gestalten und unserer Verantwortung für die Welt gerecht zu werden. Punkto Biodiversität, verantwortungsvoller Energiepolitik und gestaltetem Lebensraum unsere Möglichkeiten ausschöpfen. Und möglich ist noch viel!

Dominique Bühler

Für das Forum 5W: Dominique Bühler (Vorstandsmitglied)

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