Die Lust, eine beachtete Stimme zu werden

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29. Januar 2022 – Lorenz Pfammatter, der mit seinen Eltern und zwei Geschwistern im Zürcher Kreis 7 wohnt, schreibt von jetzt an nebst Olivia Eberhardt für unser Online-Magazin Kolumnen, in denen er  von den Freuden, Sorgen und Interessen junger Menschen berichtet.

Porträt Lorenz Pfammatter
Lorenz Pfammatter (Foto: bl)

Lorenz Pfammatter ist knapp 20 Jahre alt, hat Walliser Wurzeln und steht kurz vor der Matura am Gymnasium Hottingen. Eine grosse Zäsur im Leben des jungen Mannes, der etwas ratlos wirkt, wenn man ihn nach seinen Zukunftsplänen fragt. Als Erstes vielleicht eine Reise, beispielsweise durch Südeuropa. Ein Kollege plane eine mehrwöchige Tour und habe ihn gefragt, ob er mitkomme. Mal schauen.

Gesetzt sei das Militär: 17 Wochen Rekrutenschule. Da sei er sicher, auch wenn es ihn nerve, dass es anderen Plänen im Weg stehen könnte. Doch was er danach machen wolle, stehe in den Sternen. Er habe ein paar Ideen, was er studieren könnte: Philosophie, Psychologie, Geschichte, Politik, Germanistik. Ein grosses Feld. Was ihm allerdings fehle, sei ein konkreter Berufswunsch.

Als Bub träumte er davon, Fussball-Profi zu werden. Die Grasshoppers hatten sich tatsächlich einmal bei seinem Verein, dem FC Seefeld, gemeldet, um den 12-jährigen Flügelstürmer abzuwerben. Irgendwie zerschlug sich das Ganze. Kollegen von ihm, die dem Ruf des grossen Klubs gefolgt waren, kehrten nach einigen Jahren zum FC Seefeld zurück. Nichts von wegen Profikarriere.

Und sonst? Was kommt denn überhaupt in Frage? Lorenz denkt lange nach. Dann sagt er: «Ich weiss immerhin sehr genau, was ich nicht machen möchte: einen Bürojob beispielsweise bei einer grossen Bank.»

Dann lacht er plötzlich. «Etwas fasziniert mich wirklich: Journalismus.» Er stelle es sich attraktiv vor, spannenden Themen nachzugehen, zu recherchieren, vielleicht auch zu reisen und mit der Zeit eine Stimme zu werden, deren Meinung viele Leute interessiere. Vielleicht könne man diesem Beruf auch als Freelancer nachgehen, was ihm entsprechen würde. Das denke er jetzt jedenfalls, möglicherweise sei das aber auch naiv.

Was sicher ist: Lorenz Pfammatter wird für «ZollikerNews.ch» Kolumnen schreiben. Er hat sich auf unser Inserat gemeldet, weil es ihm gefällt, dass er frei ist in der Themenwahl und der Länge der Texte: «Ich glaube, dass mir diese Aufgabe eine gute Möglichkeit bietet, erste Erfahrungen im Journalismus zu sammeln». Schreiben tue er sowieso, an Ideen mangele es ihm auch nicht, und er sei an wahnsinnig vielem interessiert: «Also los», habe er sich gesagt.

Heute veröffentlichen wir seinen ersten Text: «Die Qual der Wahl.» Darin schildert er auf eindrückliche Art das Dilemma einer Generation, der unendlich viele Optionen offenstehen. Wir freuen uns, dass Lorenz Pfammatter für «ZollikerNews.ch» schreibt. (bl)

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Mir gefällt Lorenz Pfammatters Schreibstil, seine Gedanken und vor allem sein Fazit: voll auf auf den Punkt gebracht!

Danke an Zolliker News für die stets interessanten Interviews.

Vielen Dank für Ihr Kompliment, Frau Lautenschläger, das freut uns sehr!

WIR FREUEN UNS ÜBER IHREN KOMMENTAR

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