Engagement, Verankerung, Vertrauen?

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22. Mai 2026 – Wie stark engagieren sich Rui Biagini und David Sarasin in der Gemeinde? Wie gut sind sie im Dorf verankert? Und woran merken sie, dass Ihnen die Bevölkerung vertraut? Diese Fragen haben wir den beiden Kandidaten gestellt – auf Anregung von FDP-Parteipräsident Felix Heer.

Biagini, Sarasin: Kandidaten fürs Schulpräsidium (Fotos: zVg)
Biagini, Sarasin: Kandidaten fürs Schulpräsidium (Fotos: zVg)

VON BARBARA LUKESCH

Um mehr Transparenz zu schaffen, baten wir die PräsidentInnen der Ortsparteien Anfang März um Informationen zur Wahlkampf-Finanzierung. Von FDP-Präsident Felix Heer erhielten wir folgende Antwort: «Auf nationaler Ebene ist die Diskussion rund um die Finanzierung von Wahlkämpfen zweifellos ein interessantes Thema. Auf kommunaler Ebene stehen aus unserer Sicht jedoch andere Aspekte im Vordergrund wie das persönliche Engagement der Kandidatinnen und Kandidaten, ihre Verankerung im Dorf sowie das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler.»

Wir haben diesen Ball gern aufgenommen und den beiden Schulpräsidiums-Kandidaten drei Fragen gestellt:

1. In welcher Weise und seit wann engagieren Sie sich persönlich in Zollikon?

Sarasin: «Ich bin seit vier Jahren Mitglied der Schulpflege Zollikon und setze mich mit viel Herzblut für unsere Schule und unsere Gemeinde ein: für gute Lernbedingungen, einen verlässlichen Schulalltag und Rahmenbedingungen, die Kindern gutes Lernen ermöglichen und Lehrpersonen den Rücken freihalten. Zusätzlich engagiere ich mich im Stiftungsrat der Pensionskasse Zollikon. Dort setze ich mich dafür ein, dass die Vorsorge der Angestellten und Pensionierten der Gemeinde solide, verantwortungsvoll und langfristig verlässlich geführt wird.»

Biagini: «Mit dem Eintritt unseres ältesten Kindes in den Kindergarten im Jahre 2016 begann mein Engagement im Elternrat als Elternratsdelegierter der Klasse. Nach mehreren Jahren im Vorstand übernahm ich 2021 das Präsidium, welches ich 2022 mit dem Eintritt in die Schulpflege abgeben musste.

Seit 2018 bin ich ehrenamtlicher Fussballtrainer beim SC Zollikon und begleite die jüngsten Juniorinnen und Junioren (G- und F-Junioren). Mit diesem Engagement kann ich es dem Club ermöglichen, alle Kinder der Warteliste aufzunehmen.

2019 bin ich dem Vorstand der GLP Zollikon-Küsnacht beigetreten (Parteimitglied wurde ich bereits kurz nach der Gründung) und gestalte seither in dieser Funktion aktiv und engagiert die Gemeindepolitik mit. Ein wichtiges Anliegen auf Gemeindeebene ist mir die Bildungs- und die Verkehrspolitik, insbesondere die Verkehrssicherheit und eine gute Gestaltung des öffentlichen Raums. Auch kleinere Einsätze für Anlässe wie die Chilbi gehören selbstverständlich dazu.

2022 übernahm ich beim Ornithologischen Verein Zollikon zunächst die Leitung der «IG Naturschutz˚» und anschliessend während der Neuorganisation das Präsidium, das ich bis 2024 innehatte.

Daneben engagiere ich mich als Arealverantwortlicher beim Familiengartenverein Zürich-Ost für das Areal Rehalp-Zollikon und bin Mitglied des Quartiervereins Zollikerberg.»

2. Können Sie Ihre Verankerung in Zollikon veranschaulichen?

Sarasin: «Ich wohne seit über 25 Jahren in Zollikon; die Gemeinde ist mein Lebensmittelpunkt. Ich bin hier präsent, führe viele Gespräche, höre zu und nehme Anliegen ernst – in der Schule, in der Gemeinde und im Alltag. So entsteht ein realistisches Bild davon, was die Menschen bewegt und was die Schule braucht.»

Biagini: «Meine Verankerung in Zollikon entstand vor allem durch meine vielfältigen Engagements in der Gemeinde. Die Zolliker sehen und erleben mich, haben meine offene und direkte Art schätzen gelernt – oder sich zumindest daran gewöhnt. Diese Verankerung hilft mir, Entwicklungen in Zollikon besser zu verstehen, Ereignisse einzuordnen und tragfähige Lösungen mitzugestalten.»

3. Woran merken Sie, dass Sie das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler geniessen?

Sarasin: «Bereits 2022 wurde ich mit dem drittbesten Resultat in die Schulpflege gewählt. Am 8. März dieses Jahres durfte ich erneut ein Top-Resultat erzielen – mit den zweitmeisten Stimmen bei der Wahl in die Schulpflege. Beim Schulpräsidium habe ich das absolute Mehr nur knapp verpasst.»

Biagini: Besonders viel Rückhalt erfahre ich von den direkten Anspruchsgruppen – bei Mitarbeitenden, Lehrpersonen, Eltern und Grosseltern. Dabei stehen viele auch öffentlich für mich ein. Auch bei Flyer- oder Standaktionen erhalte ich viel Zuspruch. Immer wieder wird mir Zustimmung zu meiner Kritik an der Kommunikation der Schule signalisiert. Geschätzt wird zudem meine Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern: Ich bin nahbar, ansprechbar sowie konkret und verständlich. Das Wahlergebnis des ersten Wahlgangs hat meinen Eindruck bestätigt.

Ein weiteres starkes Zeichen des Vertrauens sind die vielen Plakate im Gemeindegebiet. Diese stehen alle auf Privatgrund. Hinter jedem einzelnen steht also eine Person oder Familie, die sich öffentlich zu mir bekennt.

Bei den Kids – insbesondere meinen aktuellen und ehemaligen Junioren – erhalte ich tolle Unterstützungsbekundungen. Ein Grossvater ist sogar auf mich zugekommen und sagte mir, dass er mich aufgrund seines Enkels wählen werde.»

01.10.25: Biagini und Sarasin: Warum ich Schulpräsident werden möchte
20.01.26: Porträt Sarasin
22.01.26: Porträt Biagini
20.02.26: 10 Fragen an Biagini und Sarasin

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